Peter Isaak Katzenstein

Peters lebte zunächst nach seiner Geburt 1940 zusammen mit seiner Mutter Martha im Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg. Seine Mutter musste ihn aber verfolgungsbedingt dort zurück lassen.

Als Peter ein halbes Jahr alt war wurde er von Neu-Isenburg ins Kinderhaus Frankfurt verlegt. Gemeinsam mit der Mehrzahl der Bewohner des Kinderhauses wurde Peter Katzenstein am 15.09.1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert.

Er überlebte das Konzentrationslager, weil es kurz vor Kriegsende Anfang 1945 ein Tauschgeschäft – Menschen gegen Devisen – für 1.200 jüdische, überwiegend ältere, Gefangene gab. Darunter waren der damals 4-Jährige Peter und 57 andere Kinder.

Am 05.02.1945 erreichte Peter die Schweiz und kam im Auffanglager Montreux-Belmont unter. Durch einen öffentlichen Aufruf meldete sich eine Frau mit gleichem Namen. Zwar stellte sich heraus, dass sie nicht mit dem vierjährigen verwandt war, dennoch nahm sie den Jungen auf und adoptierte ihn.

Peters Mutter überlebte die Shoah nicht. Nach Kriegsende gelang es den Behörden, ihren Bruder in Palästina und einen weiteren Verwandten in den USA ausfindig zu machen. Da sich Peter aber in der Schweiz gut eingelebt hatte, blieb er bei seiner Adoptivmutter Anni Katzenstein. Mit 26 Jahren emigrierte er nach Kanada. Peter Issak Katzenstein lebt heute mit seiner Frau in Calgary.

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Peter Isaak Katzenstein

Quellen

Literaturverzeichnis